Abgeschlossene Projekte im Bereich Naturschutz

2020 - Ein grossartiger Gewinn - nicht nur für die Natur

Renaturierung «Stocklen», Fällanden

Magerwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen. Leider sind im Kanton Zürich ein Grossteil der Wiesen und auch Kleingewässer verschwunden. Zahlreiche seltene Pflanzen- und Tierarten haben mit diesen Veränderungen ihren Lebensraum verloren.

Auf rund fünf Hektaren - oder sieben Fussballfeldern - hat die Greifensee-Stiftung zusammen mit Partnern, Fachexpertinnen und Geldgebern in Fällanden biodiverse Flächen geschaffen. Die vorhandenen Flächen wurden in ein Feuchtgebiet überführt, renaturiert, neu angepflanzt und mit bereits bestehenden Naturschutzflächen vernetzt. Es entstanden dadurch offene und grossräumige Habitate, die das Landschaftsbild verschönern und gefährdeten Arten einzeinzigartige Lebensbedingungen bieten.

Besucherinnen und Besucher werden am Rande der Renaturierungsfläche auf Holzstegen durch das Gebiet gelenkt. Informations- und Orientierungstafeln, ein Aussichtsturm und weitere Beobachtungs- und Erfahrungsmöglichkeiten sensibilisieren für den ökologisch wertvollen Raum.

Dank grosszügigen Spenden konnte das Gebiet nach einem Jahr Bautätigkeit am 3. Oktober 2020 eingeweiht werden.

> Medienberichte

> Das Projekt wurde gefördert von

Gemeinde Fällanden
naturemade star-Fonds von ewz
Kanton Zürich - Fachstelle Naturschutz
Kanton Zürich - Tiefbauamt
Rotary Club Forch
Rotary Club Dübendorf
Rotary Club Uster

...und viele weitere Organisationen und Privatpersonen haben dazu beigetragen, dass das Projekt umgesetzt werden konnte.

> Folgende Personen und Unternehmen haben mitgewirkt

Planer und Fachexperten
Aqua Terra
Fritschi Landschaftsarchitekten GmbH
Gossweiler Ingenieure AG
Gröber Ingenieurbüro
Dr. Heinrich Jäckli AG
raumprodukt gmbh
SKW AG - Alles im Grünen

Unternehmer
Bührer Stadelmann Schürfraupen AG
Gadola Bau AG
O. Hadorn AG
Schindler & Scheibling AG
SKW AG - Alles im Grünen

2011 - Eine Wildblumenwiese für Greifensee

Extensivierung Lerchenplatz in Greifensee

Am Standort Lerchenplatz in Greifensee wurde die intensive Ackernutzung aufgegeben und eine Wildblumenwiese angesät, die sich im Laufe der Zeit zu einem mageren Standort für seltene Pflanzen und Tiere entwickeln soll. Aufgrund der sehr trockenen Witterung entwickelte sich der Pflanzenbestand jedoch nicht optimal, so dass im 2012 eine erneute Ansaat vorgenommen werden muss. In ungefähr fünf Jahren soll eine Blumenwiese entstehen, die uns mit seltenen und vor allem buntem Artenreichtum erfreut.

2011 - Platz für Natur statt für Autos

Renaturierung ehemaliger Parkplatz Badi Egg

Der einstige, «wilde» Parkplatz der Badi Egg wurde 2010 umgestaltet. Das Ziel war, das nach dem Rückzug des Greifensees entstandene Flachmoor zu regenerieren. Dazu wurden Aufschüttungen abgetragen und typische Pflanzen der Riedwiesen angesäht. Die Renaturierungsarbeiten wurden 2011 beendet.

2009 - Eine Heimat für die Seeforelle

Aufwertung Uferbereich Gebiet Spori und Schuelhusbach

Im Gebiet Spori wurde ein Teil des Uferbereiches renaturiert. In geringem Abstand zum Ufer wurden Pflöcke und Faschinen ins Wasser gesetzt, um die Wellen zu brechen und eine ruhige Flachwasserzone zu schaffen. Diese Massnahme erlauben dem Schilf wieder zu wachsen und einen geschlossen Gürtel zwischen Land und Wasser zu bilden.

So profitiert zum Beispiel der Hecht von einem intakten Schilfgürtel, in dem er Deckung findet. Im gleichen Gebiet wurde der Schuelhausbach aufgewertet. Das Ufer wurde entbuscht und das angrenzende Terrain zum See hin abgeflacht, so dass der Bach bei Hochwasser über seine Ufer hinaustreten kann. Diese Renaturierung gibt seltenen Pflanzen und Tierarten wie Orchideen, Libellen und Amphibien einen neuen Lebensraum.

2009 - Lebensraum ausdehnen

Heckenpflanzung in Fällanden

Mit einer Hecke aus 370 Sträuchern wurden zwei Wälder (Chileholz und Murholz) ökologisch miteinander verbunden. Solche verbindenden Elemente erlauben es insbesondere Tieren, ihren Lebensraum auszudehnen. Das Ziel der Heckenpflanzung war es, gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu schützen oder wieder anzusiedeln. Die Greifensee-Stiftung hat sich an dieser Aktion beteiligt.

2007 - Mehr Artenvielfalt im Ried

Weiherregulation Riediker-/Rällikerried

Um die Artenvielfalt zu erhöhen, wurde Ende 2006 bei drei Weihern entlang des Aabachs die Möglichkeit zur Regulierung des Wasserstands geschaffen. Durch diese Weiherbewirtschaftung können jene Arten gefördert werden, die für die Fortpflanzung und das Überleben auf wechselnde Wasserstände angewiesen sind. 2007 wurden die Weiher plangemäss entleert, aufgestaut und gemäht. Ein Fachgremium entschied, die Regulierung auch 2008 beizubehalten.

2002 - Grosse Artenvielfalt dank schwankendem Wasserstand

Aufwertung des Aabachdeltas in Uster

Das Aabachdelta in Niederuster wurde im Frühjahr 2002 aufgewertet. Je nach Wasserstand des Greifensees sind nun der Uferbereich und die verschiedenen Vertiefungen und Weiher unterschiedlich stark überflutet – ideale Lebensbedingungen für viele Tier- und Pflanzenarten. Im Zuge der Aufwertung wurde auch eine rollstuhlgängige Aussichtsplattform mit Blick auf Aabachdelta und See gebaut.

1997 - Ein Grossprojekt zum Einstieg

Aufwertung Riediker-/Rällikerried

Die Aufwertung des Riediker-/Rällikerrieds 1997 war das erste Projekt der Greifensee-Stiftung - und ein erfolgreiches dazu: Heute finden sich im Gebiet rund 360 Pflanzenarten, wovon etwa ein Viertel auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht. Im Rahmen des Projekts wurde auch ein Beobachtungsturm erstellt, der sich nach wie vor grosser Beliebtheit bei Vogelkundlern und Naturgeniessern erfreut.